Erster Schritt in Richtung Umbau: Neue ARA und Seilbahnstützen 2013

Lawinenschaden by Martina Ofer, Neue Regensburger Huette
Bis vor fünf Jahren wurden die Abwässer der Neuen Regensburger Hütte in einer veralteten so genannten Drei-Kammer-Absetzanlage mechanisch „gereinigt“. Diese Zeiten sind schon seit Sommer 2013 vorbei – ein erster Schritt in Richtung Neu- und Umbau.

Seit Juli 2013 schmückt sich die Hütte mit einer hochmodernen, biologischen Kläranlage nach dem BIOCOS-Verfahren (Belebtschlammverfahren). Die Modernisierung erfolgte aufgrund einer Auflage der Tiroler Bezirkshauptmannschaft. Die bestehende Anlage wurde aufwendig saniert und abgedichtet, außerdem wurden spezielle Belebungsbecken sowie zwei Schlammentwässerungs- und Teiltrocknungsmodule mit Solar-Warmluftkollektoren eingesetzt. Seitdem werden die Abwässer mit nahezu Trinkwasserqualität in den Falbesoner Bach eingeleitet. Das Gewicht und das Volumen des getrockneten Schlamms wurden damit auf ein Minimum reduziert. Die Zeitabstände, in denen er ins Tal gebracht und dort entsorgt wird, können so relativ groß ausfallen. Die Abwasserreinigung ist mit der neuen Ablage also eine rundum saubere und umweltverträgliche Angelegenheit.

Erneuerung Seilbahn by Martina Ofer, Neue Regensburger Huette

Upgrading der Materialseilbahn

Um die Behördenauflagen zu erfüllen, wurde 2013 nicht nur die Abwasserreinigung modernisiert, sondern auch die Materialseilbahn auf einen sicheren Stand gebracht. Die Bezirkshauptmannschaft Tirol hatte die alte Seilbahn genau unter die Lupe genommen und für den Weiterbetrieb eine Reihe von Maßnahmen vorausgesetzt. Gefordert war unter anderem eine Überprüfung und Sanierung der bestehenden Stützen und Abspannseile. Die Sektion Regensburg entschied sich, gleich einen Schritt weiterzugehen und die Traglast der Stützen auf 400 Kilo und auf eingeschränkten Personenverkehr, so genannten Werksverkehr, auszulegen. Somit dürfte zum Beispiel das Hüttenpersonal mitfahren. Die unteren vier Stützen wurden durch drei neue ersetzt.

Lawine im Winter 2017/18: Beschädigung der untersten Stütze

Am 14. März stellte Hüttenwirt Herbert Ofer bei einer Skitour fest, dass eine Lawine die Bergstation der Materialseilbahn beschädigte. Die Vorderseite der Aufzughütte wurde vermutlich schon vor einiger Zeit von einer Windlawine weggerissen, drei Viertel vom Dach hingen so „frei“.  Das Aggregat und die Stütze selbst wurden verschont. Nachdem 1999 schon einmal eine Lawine die Bergstation massiv beschädigt hatte, war zur Absicherung ein Lawinenabweiskeil installiert worden. Gleich am Tag nach der Skitour flog Herbert mit dem Hubschrauber mit hinauf, um die Bergstation notdürftig zu stützen, damit nicht noch weiterer Schaden entsteht. Die Bergstation wird, sobald das Gebiet einigermaßen schneefrei ist, provisorisch wieder hergerichtet, bis zur Verlegung der Bergstation auf das Gelände der abgerissenen alten Bauhütte.

Nicht nur die Bergstation soll im Sommer verlegt und neu gebaut werden, auch die Talstation wird bereits im Frühjahr erweitert, mit dem Ziel den „Werkverkehr“ zu ermöglichen, das heißt eingeschränkt Personen befördern zu können.

Wißt ihr eigentlich...