Neue Regensburger Hütte startet in eine neue Ära

Der geplante Neu-/ Umbau der Neuen Regensburger Hütte, DAV Sektion Regensburg
87 Jahre ist sie alt, unsere „Neue“. Und sie hält sich gut, keine Frage. Und trotzdem braucht die Neue Regensburger Hütte im Falbesoner Tal, Stützpunkt des Stubaier Höhenwegs, nun eine grundlegende Sanierung. „Der Charakter der denkmalgeschützten Hütte wird dabei in keinster Weise verändert“, freut sich das Projektteam der DAV-Sektion Regensburg. Seit 2005 wird der Umbau geplant, nun geht es los.

Darum wird saniert und angebaut:

  • Die Seilbahn und das Wasserkraftwerk sind in die Jahre gekommen und müssen saniert werden.
  • Einige Bereiche genügen den gesetzlichen Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz nicht mehr, deshalb ist unter anderem das Bettenlager unter dem Dachspitz bereits gesperrt.
  • Die Personalunterkunft entspricht aktuell nicht den Vorschriften des Arbeitsinspektorats, das zum Beispiel getrennte Zimmer für männliche und weibliche Mitarbeiter verlangt, ohne Stockbetten, mit entsprechend getrennten Waschräumen. – Auch die Unterkunft für den Hüttenwirt ist zu klein, insbesondere, wenn eine Hüttenwirtfamilie dort leben können soll.
  • Die Küche entspricht aktuell weder in Größe noch Ausstattung den Anforderungen, auch fehlt ein Aufenthaltsbereich für das Personal.
  • Die Sanitäranlagen entsprechen nicht mehr dem Standard, der sich in vergleichbaren Hütten schon lange durchgesetzt hat.
  • Die Lagerschlafplatzbreiten entsprechen mit einer Breite von lediglich 55 cm bei weitem auch nicht mehr dem, was in ähnlichen Hütten das übliche Maß ist.

Alles in allem zeigt sich: Die notwendigen Neuerungen brauchen mehr Platz – um weiterhin genügend Schlafplätze anbieten zu können, bauen wir in der kommenden Saison an. Angrenzend an die große Hans-Eckl-Stube aus den 1960er-Jahren kommt ein kleiner Anbau mit direktem Zugang zu den Keller-Lagerräumen. In der neuen Bergstation der Seilbahn entsteht ein neuer Winterraum. Und auf der anderen Seite der „alten“ Hütte wird ein schlanker Holzbau aufgestellt, der Schlafplätze, Sanitärräume, Personal- und Seminarräume enthält.

Ärmel hochgekrempelt, auf geht’s!

Von Ende Juni bis zum Wintereinbruch wird gewerkelt, was das Zeug hält: Mauerer, Zimmerer, Installateure, Hubschauberpiloten – und nicht zuletzt die Hüttenwirte Martina und Herbert und fleißige Helfer der Sektion Regensburg – legen sich den Sommer über richtig ins Zeug. Wir bitten die Wanderer in der besonderen Saison 2018 um Verständnis: Für eine komfortablere und sichere Hütte lohnt es sich, dass es in der verkürzten Sommersaison von 29. Juni bis 2.September mitunter ein wenig laut und staubig zugehen wird. Außerdem können aufgrund der Bauarbeiten insgesamt nur ca. 60 Schlafplätze zur Verfügung stehen. Auch dafür bitten wir um Verständnis.

Im nächsten Blog:

Wie genau wird der Ersatzbau aussehen? Was hat sich der Architekt dabei gedacht? Was wird im denkmalgeschützten Altbau alles erneuert? Worauf können sich die Wanderer ab 2019 freuen? Mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.

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